Historische Kleidung

Welche Kleidung trugen die Menschen früher?

Kleidung zeigt den Status – wer das Märchen Des Kaisers neue Kleidung kennt, der weiß, dass es so ist. In der Vergangenheit galt dieses Gebot noch viel stärker. Im Spätmittelalter etwa durften nur die Herrschaften von Stand und Adel in fröhlich gefärbter Kleidung in die Kirche gehen. Der gemeine Pöbel, so wie heutzutage wir fleißigen Steuerzahler, musste sich mit einfachen, meistens ungefärbten Stoffen und einfache Zuschnitte für ihre Kleidung begnügen.

Erst in der Renaissance, der Wiedergeburt der antiken Wertvorstellungen, wurde dieses strenge Gebot aufgehoben. In der neuen Gesellschaftsordnung nach dem Mittelalter wendeten sich die Menschen von der alles durchdringenden Jenseitsvorstellung des Paradieses ab und widmeten dem irdischen Leben mehr Aufmerksamkeit. Davon zeugte vor allem die bunte Kleidung, die in die bürgerlichen Haushalte einzog.

Kleidung zeugt vom Status, so wie die Schaumburger Tracht auf dem Bild oben. Ab 1840 trugen die Frauen der dörflichen Gemeinschaft um die Städte Rinteln, Bückeburg und Stadthagen diese oft farbenfrohe Kleidung mit der riesigen Schleife auf dem Kopf. Meine Urgroßmutter trug ihre Schaumburger Tracht jeden Tag mit Stolz und sogar meine Mutter hatte sie in ihren jungen Jahren zum Schützenfest angezogen.

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