Johannisbeer- pfannkuchen

Originalrezept

Im Allgemeinen:

Pfankuchenpfannen sind am besten von Stahl; die glasierten wegen Mangel an Haltbarkeit nicht zweckmäßig. Man gebrauche die Pfanne nur zum backen der Kuchen, nicht, wie es häufig geschiet, zugleich zum Kochen saurer Speck- und Zwiebelsaucen und dergl. Es ist hierzu zugleich eine kleine tiefe Pfanne passender. Man tut wohl, die Pfanne nach jedem Gebrauch mit Zeitungspapier zu reinigen, so dass es dann bei vorkommenden Fällen nur des Auswischens mit einem Stückchen Papiers bedarf. Geschiet dies nicht, so muss dieselbe jedenfalls erst aufs Feuer gestellt, mit Salz trocken ausgescheuert und gut nachgerieben werden. Das Auswaschen der Pfanne ist dem Loslassen der Kuchen gar zu hinderlich, auch erfordern dieselben auch viel mehr Fett.

Einrühren Das Einrühren mit warmer – statt kalter – Milch und tüchtiges Schlagen der Masse, bevor die ganze Quantität Milch hinzugegeben wird, verfeinert die Kuchen ganz ungemein. Ob es vorzuziehen ist, das Eiweiß zu Schaum zu schlagen, hängt einzig und allein vom Geschmack ab. Geschiet es, so werden die Kuchen sehr locker und weich, auch kann hierbei eher ein Ei eingespart werden; beim Anwenden der ganzen Eier aber lassen sich die Kuchen besser innwendig milde, übrigens kross backen.

Zum Backen geeignetes Feuer Zum Backen der Pfankuchen gehört ein weder zu schwaches, noch ein zu starkes Feuer.

Passendes Backfett Ein gutes Backfett besteht aus halb Butter, halb gutem Schweineschmalz oder langsam ausgebratenem Speck. Auch kann eine Seite des Kuchens mit Schmalz oder mit reinschmeckendem, ausgeglühten Rüböl, die andere mit Butter gebacken werden. Wünscht man ohne weiteres Butter zu gebrauchen, so wird die gute Hausfrau Topfbutter der frischen vorziehen, weil von letzterer gar zu viel erforderlich sein würde. Um die Pfannkuchen gut und kross zu backen, gebe man gar nicht zu wenig Backfett in die Pfanne, lasse es nicht braun werden, nicht einmal zu stark erhitzen, gebe den Teig hinein und drehe die Pfanne so, dass derselbe sich überall gleichmäßig verteilt; man durchsteche denselben fortwährend mit dem Messer; namentlich am Rande der Pfanne, damit er in der Pfanne nicht ungar bleibt, und so lange, bis sein flüssiger Teig sich mehr auf der Oberfläche befindet. Man drehe die Pfanne sehr aufmerksam, damit der Pfankuchen auf jeder Seite braun wird, und schwenkt ihn in derselben, um zu sehen, ob er sich auch gut löst. Sollte er an einer Stelle fest kleben, so schiebt man ein Stückchen Butter darunter; endlich wendet man ihn auf dem Kuchenblech, um ihn auf der anderen Seite ebenso zu backen.

16. Pfankuchen von feinem Mehl, auch zu gutem Obstpfannkuchen passend

4 Eier, 3 Eßlöffel feines Mehl, 1/4 Lieter warme Milch mit etwas Wasser vermischt und etwas Salz. Dies wird beim Hinzutun der ganzen Eier gerührt und gebacken. Zu Obstpfannkuchen mische man etwas Zimt oder Muskatblüte durch den Teig und nehme 1 Eßlöffel voll Mehl mehr.

19. Johannisbeerkuchen (vorzüglich)

Hierzu ein guter Pfannkuchenteig nach Nr. 16 mit etwas Zucker und Gewürz, 1 kleiner Suppenteller recht reife Johannisbeeren, 125 gr. geriebener Zucker, 125 gr. gestoßener Zwieback

Man lasse die Butter in der Pfanne recht heiß werden, gebe den Teig hinein, lege die Johannisbeeren darauf und bestreue sie vor dem Umwenden mit dem Zwieback. Der Kuchen wird, nachdem er von beiden Seiten gehörig gebacken, auf der Schüssel mit dem bemerkten Zucker bestreut.

Meine Version, wirklich sehr lecker und gar nicht so schwer:

250 ml. Milch in die Mikrowelle stellen und eine halbe Minute warm werden lassen,

4 schwach gehäufte Eßl. Mehl mit

1 Päckchen Vanillezucker und

etwas Wasser in eine Teigschüssel geben, mit dem Handrührgerät kräftig durchschlagen. Jetzt die Pfanne mit einem Klecks Butter und einen Schuß Sonnenblumen- oder Rapsöl auf dem Herd auf der Höchststufe erhitzen

4 Eier nach und nach unterschlagen, zum Schluss die warme Milch zugeben, den Teig in die Pfanne gleiten lassen, die Hitze auf die Hälfte reduzieren, z.B. von Stufe 9 auf Stufe 5 (ganz wichtig!).

125 gr. entstielte, gewaschene Johannisbeeren auf der Masse verteilen

4-5 Zwiebäcke auf der Masse zerbröseln

Die Pfanne immer wieder schwenken, um den Kuchen vom Boden zu lösen, wenn nötig mit dem Pfannenwender nachhelfen.

Den Pfankuchen ganz vorsichtig aus der Pfanne heraus auf den Deckel der Pfanne gleiten lassen, die Pfanne mit der Bratgutseite nach unten auf den Deckel setzen und alles mit einem herzhaften Schwung umdrehen. Jetzt die andere Seite backen lassen. In der Pfanne mit

100 gr. Zucker bestreuen und ev. mit

Vanilleschoten aus der Mühle würzen.

Der Pfannkuchen ist gar, wenn die Eier vollständig gestockt sind. Auf einen Teller gleiten lassen und zum Kaffee oder Tee genießen!

 

 

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