Basler Mädchen mit Federbarett a.D. 1520

Die eidgenössischen schweizer Frauen hatten  in der Frühzeit der Renaissance kein Problem damit, Schmuck zu tragen, ihre Haare zu zeigen und die Haut von Schultern, Hals und Dekoltee zur Schau zu stellen. Anders ging es da im heiligen römischen Reich deutscher Nation zu, wo man noch durchweg prüder eingestellt war. Die typischen breiten schwarzen Doppelstreifen…

Patrizierin in Festtracht a.D. 1520

Die Frauen aus Basel hatten um diese Zeit in der frühen Renaissance kein Problem damit, Schmuck anzulegen und zu zeigen. Die Patrizier, eine sehr wohlhabende Schicht aus Kaufleuten, zeigten sich zu dieser Zeit anderswo im heiligen römischen Reich deutscher Nation noch nicht so selbstbewusst, war doch gerade erst die etwa siebenhundertjährige Zeit der Christianisierung und…

Baslerin mit Schulterkragen a.D. 1520

Dieses  Kleid leuchtet in einem wunderschönen Blau. Echtes Indigoblau, aus der orientalischen Indigopflanze gewonnen, war zur Zeit der Renaissance sehr teuer und exklusiv dem Adel vorbehalten. Doch auch das im heiligen römischen Reich deutscher Nation angebaute Färberwaid erzielte hervorragende Ergebnisse. In der Kombination mit dem rot gefärbten Unterrock, der ab und an keck unter dem…

Ein Liebes-Krimi in der Zeit des Biedermeiers

Die Epoche des Biedermeiers ist eine ruhige Zeit, die Menschen schmücken ihre Heime mit Spitzendeckchen in floralen Mustern. Doch unter dieser gutbürgerlichen Oberfläche brodelt es in der hessischen Exklave Schaumburg. Das Jahr ohne Sommer 1816 blieb nicht ohne Folgen, die Menschen hungerten. Aber nicht nur die Inflation macht den guten Bürgern aus Obernkirchen zu schaffen,…

Patrizierin im Tuchkleid a.D. 1520

Dieses Kleid mit Schleppe leuchtet in einem wunderschönen Rot. Die besten Rottöne wurden schon seit der frühen Eisenzeit aus den auf Rotlaubgewächsen lebenden Schildläusen gewonnen. Die Wolle wurde vor dem Weben damit eingefärbt und nach dem Weben in einem Seifen- oder Essigbad gewalkt, d.h. mit den Handen geknetet, gewrungen und gedrückt. Dabei verfilzen die abstenden…

Nürnbergerin auf dem Kirchgang a.D. 1500

Was mir auf diesem Bild sofort auffällt, ist die riesige weiße Haube auf dem Kopf der Dame. Sie ist gleich mit zwei Bändern gesichert. Das gelbe Band, das die Haube am Kinn festbindet, ist sehr stramm gestrafft. Bei dem zweiten Band um den Hals handelt es sich um eine Fortsetzung des gesamten, in Falten gelegten…

Nürnbergerin im Tanzkleid a.D. 1500

Albrecht Dürer schrieb zu diesem Aquarell: „Also geht die nürnberger Frau zum Tanz.“ Was mir bei diesem Kleid als erstes, neben der wunderschönen limonengrünen Farbe auffällt, ist der unglaublich hohe Stoffverbrauch, den die vielen Falten und die schiere Überlänge des Kleides erforderte. Bis zur industriellen Revolution, die die ersten automatisierten Webstühle hervorbrachte, war die Herstellung…

Nürnbergerin im Hauskleid a.D. 1500

Dürer schrieb zu diesem Bild: „Also geht man in Häusern zu Nürnberg.“ Die junge Nürnbergerin hat ein bodenlanges grünes Kleid an. Die Farbe des Rocksaumes, der unter der schlichten weißen Schürze hervorlugt, ist dieselbe des Oberteils. Das Kleid ist auf Taille geschnitten und besitzt als einzige modische Auffälligkeit überlange Ärmel, die mit einer lilafarbenen Borte…

Venezianerin im Seidenkleid a.D. 1495

Das erste Bild der Sammlung zeigt eine höfische Dame in einem altrosafarbenen Seidenkleid. Am unteren Saum des Rockes ist ein günes Unterkleid angedeutet. Darüber ist der Stoff mit floralen Rankenmustern verziert, vermutlich bestickt. Die Tailie ist weit hochgezogen, sie befindet sich pracktisch unter der Brust der Venezianerin. Ihre Schultern liegen frei, der Blick des Betrachters…